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Die Kluft wächst - Solidarität statt Spaltung!

GSI

Dieser Beitrag wurde am 19.09.2019 verfasst

Die Kluft wächst – zwischen Arm und Reich, zwischen Hochqualifizierten und weniger Gebildeten mit unterschiedlichen Lebensschancen, zwischen denen, die Angst und denen, die Vertrauen haben. Politik wird immer mehr polarisierend, statt Pluralismus ist vielerorts Populismus angesagt. Wie können wir der weiteren Spaltung in unserem Lebensumfeld entgegen wirken? Wie können wir in unserem Wirkungsbereich für ein solidarisches Miteinander in Respekt und Freiheit tätig werden?

Zu diesen Fragen diskutierten am 17. September ab 19:00 Uhr im Pfarrsaal der Stadtpfarre Linz. Sr. Lucy Kurien, Pune, Maharashtra, Gründerin und Leiterin von MAHEt, Peter Binder, Abgeordneter zum OÖ Landtag, Franz Kehrer, MAS, Direktor der Caritas OÖ, Univ. Prof. Dr. Christian Spieß, Professor für Christliche Sozialwissenschaften an der Katholischen Privatuniversität Linz.

Sr. Lucy wies auf die weit verbreitete Ungleichheit hinsichtlich Sprache, Kasten, Religionen, Stellung der Frau und Verteilung der Ressourcen in Indien hin. Sie zeigte Wege auf, wie MAHER versucht, mit einfachsten materiellen Mitteln, jedoch mit viel „love and laughter“ diese Unterschiede und die enorme Armut eines Großteils der Bevölkerung zumindest für einige Menschen zu mildern. Die Organisation hat inzwischen 48 Heime und über 500 Selbsthilfegruppen. Alle sind willkommen, aus allen Kasten, Schichten und Religionen, auch Volontäre aus anderen Ländern. Gemeinsam wird gearbeitet, gefeiert und meditiert.

Franz Kehrer rief auf, besonders die Schwächsten mitzunehmen, ihnen Perspektiven, Zuge-hörigkeit und Sicherheit zu geben. Noch immer wird Menschen bei uns die Schuld an ihrer Situation zugewiesen, die „Sozialhilfe neu“ ist in Gefahr, die Verringerung beziehungsweise Beseitigung der Armut aus den Augen zu verlieren. Der Sozialstaat muss sich verstärkt um sozial gerechte Umverteilung kümmern.

Peter Binder betonte, dass die soziale Kluft bereits bei der Geburt beginnt und für manche das ganze Leben anhält. Die Sozialpolitik sollte eine bedarfsorientierte Mindestsicherung und eine echte Teilhabe an der Gesellschaft für alle als Ziel haben. Stattdessen wird heute von manchen Kreisen zunehmend ein Gefühl der Unsicherheit gefördert. Ein funktionierender Sozialstaat ist auf Solidarität angewiesen.

Christian Spieß erläuterte, dass es in den meisten Ländern Mitteleuropas gut gelungen sei, die sozio-ökonomische Ungleichheit auszugleichen, diese erfolgreichen Instrumente jedoch zunehmend in Frage gestellt werden. Aus der Sicht der Katholischen Soziallehre beruht der Solidaritätsbegriff auf der Einsicht, dass wir in unserer arbeitsteiligen Gesellschaft aufeinander angewiesen sind. Die eigenen Interessen werden am besten gemeinsam verfolgt.

 

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