Wir machen die verschiedenen
Tätigkeitsbereiche unserer
Schwestereinrichtungen zur
Basis unseres Handelns.

Wir bedanken uns für Ihr Interesse an unserer Arbeit für und mit Menschen mit Beeinträchtigung und Ihren Kommentar. Im Sinne eines wertschätzenden Miteinanders wird der Kommentar vor der Veröffentlichung geprüft, ob dieser Schmähungen, unrichtige Behauptungen bzw. strafrechtlich relevante Aussagen enthält.

 

Wir bitten Sie daher um Verständnis, dass Ihr Kommentar zeitverzögert publiziert wird. 

Captcha falsch!

"Tod und Trauer" gehören zum Leben

Institut Hartheim

Dieser Beitrag wurde am 2.11.2020 verfasst

FLIESSTEXT:

Das Institut Hartheim ist eines der großen Kompetenzzentren für die Betreuung und Pflege von Menschen mit Beeinträchtigungen in Oberösterreich. Weil die Bewohner immer älter werden, werden Tod und Trauer Teil des Betreuungsalltags und verändern die Arbeit der Mitarbeiter nachhaltig.

Petra Galyo ist eine davon. Die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin übt ihren Beruf mit Leib und Seele aus. Sie leitet im Institut Hartheim die Stabstelle Pflege und hilft  schwerpunktmäßig bei Anfragen für Demenz und Palliative Care. Durch die demographische Entwicklung werden die Bewohner im Institut Hartheim immer älter und brauchen eine auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Pflege. „Typische Alterserkrankungen treten vermehrt auf. Erschwerend kommt hinzu, dass der Alterungsprozess bei einigen der uns anvertrauten Menschen sehr rasch verläuft. Das ist teilweise auch genetisch bedingt und fordert das Betreuerteam“, schildert Petra Galyo die aktuelle Situation. Sie betont allerdings, dass kognitiv beeinträchtige Menschen am Lebensende dieselben Bedürfnisse wie andere auch haben. „Sie wollen Menschen um sich, die ihnen Halt geben und Stärke vermitteln“, betont Galyo. „Sie wollen sich verstanden fühlen und brauchen jemanden an ihrer Seite, der mit ihnen diese schwierige Situation aushält.“ Um diesen Ansprüchen gerecht werden zu können, braucht es Fach- und sozial-emotionale Kompetenz. „Unsere Mitarbeiter begleiten die uns anvertrauten Menschen oft schon viele Jahre lang“, erzählt Petra Galyo. „Sie haben gelernt, das Befinden der Menschen ohne Lautsprache zu erkennen und ihnen buchstäblich die Wünsche von den Augen abzulesen.“ Die Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase ist anspruchsvoll und bewegend. Das macht auch einen engen Austausch innerhalb des Betreuerteams notwendig, damit keine Unsicherheiten für den Betroffenen spürbar werden. „Als professioneller Begleiter in dieser Lebensphase muss man den Prozess des Sterbens annehmen und den Tod als Teil des Lebens akzeptieren können. Das Spannungsfeld zwischen emotionaler Nähe zum Sterbenden und professioneller Distanz sind auszubalancieren“, so Petra Galyo. Die Herausforderungen bei der Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase sind individuell und unterschiedlich. Die Mitarbeiter im Institut Hartheim erhalten diesbezüglich umfangreiche Schulungen und werden von einem Palliative Care Team unterstützt.

Teilen:

0 Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar:

Deine-Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*Pflichtfeld

Damit Sie unsere Webseite optimal erleben können, verwendet diese Webseite Cookies. Durch klicken auf "OK" stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Verwendung von Cookies